Deutsche Geschichte

826 regiert der Sohn Karls d. Großen, Kaiser Ludwig der Fromme (Sohn Karls d. Gr. – 813 von seinem Vater zum Kaiser gekrönt -840). Ludwig der Fromme hatte das mächtige Reich des Vaters nur mühsam zusammenhalten können.

843 einigten sich die drei Söhne Ludwigs des Frommen nach langen Streitereien in Verden, dem heutigen Verdun:
855 Lothar II (So. von Lothar I.) wird fränk. König und Kaiser. Er erhält das später nach ihm genannte Lothringen von der Nordsee bis zum Rheinknie (nördl. Drittel des Reiches von Lothar I.) und ist damit auch König über Friesland.
Das Land westlich davon erhielt Karl der Kahlen und wude später zu Frankreich.
Östlich des Rheins, bis zur Elbe, Saale und Donau erstreckte sich das ostfränkische Reich Ludwigs des Deutschen.
Ein Vierteljahrhundert später wurde die Grenze dieses Reiches noch einmal nach Westen verschoben. Dann blieb sie als Grenze zwischen Frankreich und Deutschland unverändert das ganze Mittelalter hindurch bestehen. Diese Grenze begünstigte heteromorphe Sprachentwicklungen.
Das neue ostfränkische Reich musste sich innerer wie vor allem schwerer äusserer Bedrohungen erwehren. Normannen im Norden, Sarazenen im Süden, Mährer und Ungarn im Osten und Südosten bedrängten die Grenzen und fielen mit raubend und mordend ein. Die inneren Machtkämpfe verhinderten eine konsequente Abwehr dieser Überfälle.

Im Jahre 911 starb mit König Ludwig IV. ‚das Kind‘, der letzte in direkter Linie von Karl dem Großen abstammende Karolinger. Ludwig war gerade 18 Jahre alt. Ostfranken musste nun eigentlich an einen westfränkischen Karolinger fallen, aber es wurde der mit den Karolingern verwandte fränkische Herzog Konrad, zum neuen König gewählt. Konrad I. regierte nur 7 Jahre. Die Stammesherzogtümer führten einen Unabhängigkeitskampf gegen die Krone, den Konrad auch mit Hilfe der Bischöfe nicht in den Griff bekam. In richtiger Einschätzung der Machtverhältnisse designierte er auf dem Sterbebett seinen Hauptgegner, Herzog Heinrich von Sachsen, zum Nachfolger, seinen eigenen Sohn übergehend.

Es ist wohl Ansichtssache, wann der Beginn der eigentlichen „deutschen“ Geschichte anzusetzen ist:
Das Jahr 911, in dem Konrad I. als erster Ostfranke König wurde, oder 919, in dem die ostfränkische, „deutsche“ Königswürde auf einen Sachsen überging.

Nur der Adel aus Sachsen und Franken wählte Heinrich, während sich die Süddeutschen zurückhhielten. Heinrich I. setzte die königliche Gewalt gegenüber den Herzögen durch und fügte die deutschen Stämme in dem neuen „Regnum Teutonicum“ – dem Reich der Deutschen – zusammen.
Auf dieser Leistung konnte sein Sohn Otto I. weiterbauen, der einzige deutsche König, dem die Geschichte den Beinamen „der Große“ verlieh. Energisches Vorgehen im Innern wie an den Grenzen des Reiches kennzeichnen seine Regierung.
– So bannte er 955 in der Schlacht am Lechfeld bei Augsburg für immer die Bedrohung des jungen Reiches durch die Ungarn. Gegenüber den Herzögen festigte er die königliche Gewalt, und 962 ließ er sich in Rom zum Kaiser krönen. Es war die Geburtsstunde des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen“; denn von nun an blieb die römische Kaiserkrone den deutschen Königen vorbehalten, zugleich aber verbanden sich deren Schicksale eng mit Italien und dem Papsttum.
– Ein wechselvolles Auf und Ab, ein gelegentliches Miteinander und weit häufigeres Gegeneinander von Kaiser und Papst kennzeichnen die Geschichte des Mittelalters, und noch heute schwelt der alte Streit um Wert und Unwert deutscher Italienpolitik.
Otto I. hatte, wie es schien, durch sein energisches Vorgehen in Rom ein klares Nebeneinander von Papst und Kaiser geschaffen. Aber schon ein Jahrhundert später sollte sich zeigen, daß diese Ordnung keineswegs klar genug abgegrenzt war, sondern sich in das Gegenteil verkehrte.

Den sächsischen Königen folgte das fränkisch-salische Geschlecht.

Die beiden ersten Herrscher aus diesem Haus führten Deutschland zu machtvoller Größe.
– 1033 gewann Konrad II. im Westen das Königreich Burgund, das nun zusammen mit dem Reich und Italien den dritten Teil des römisch-deutschen Imperiums bildete. „An Konrads Sattel hängen Karls Steigbügel“ sagten die Zeitgenossen und verglichen ihren Kaiser mit Karl dem Großen.
Sein Sohn und Nachfolger Heinrich III. vollendete das Werk des Vaters und hielt vor allem in Italien energisch Ordnung.
So ließ er gleich drei rivalisierende Päpste absetzen und den Bamberger Bischof Suidger zu ihrem rechtmäßigen Nachfolger wählen.
Auch die beiden nächsten Päpste kamen aus Deutschland und waren Schützlinge Heinrichs.
Als Heinrich III. aber, erst 39-jährig, 1056 starb, änderte sich die politische Lage schlagartig.
Sein Sohn Heinrich IV. war ein sechsjähriges Kind und abhängig von den deutschen Fürsten.
– In Italien schien für das Papsttum nun die Stunde gekommen, sich aus der kaiserlichen Bevormundung zu lösen. Als 1073 Gregor VII., ein ungemein energischer ehemaliger Mönch, in Rom den Stuhl Petri bestieg, bahnte sich die entscheidende Kraftprobe zwischen dem römischen Papst und dem deutschen Kaiser an.
– Gregor wollte das Papsttum von jedem Einfluß weltlicher Gewalt befreien. Der offene Streit entzündete sich an dem alten Recht des deutschen Königs, von sich aus Bischöfe einzusetzen, das nun der Papst allein für sich beanspruchte.
– Heinrich verfügte über keinen Rückhalt bei den deutschen Fürsten. Als ihn der Papst bannte, beschlossen diese sogar seine Absetzung, wenn er sich nicht binnen Jahresfrist von der im Mittelalter so bedeutsamen Kirchenstrafe würde lösen können.
– Daraufhin zog Heinrich IV. 1077 im strengsten Winter mit nur wenigen Getreuen nach Oberitalien, wo Papst Gregor in der Burg Canossa weilte. Durch demütige Buße erreichte zwar der junge Herrscher die Lösung vom Bann, doch hatte die Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Papst damit keineswegs ihr Ende erreicht.
– Bald war der Streit in neuer Heftigkeit entflammt, und erst unter Heinrich V. kam es zu einem Kompromiß, der weder Kaiser noch Papst einen vollen Erfolg brachte.
– Gewinner waren die deutschen Fürsten und die italienischen Städte, die in diesen unruhigen Jahrzehnten ihre Macht stärken konnten.

Als 1137 das schwäbische Geschlecht der Staufer die deutsche Königswürde erlangte, machte sich diese doppelte Belastung unheilvoll bemerkbar. Trotzdem war es eine glanzvolle Zeit, die ihren Höhepunkt mit der Regierung Friedrichs I. Barbarossa erlebte. Er galt als das große ritterliche Vorbild, ein gleichermaßen hervorragender Staatsmann wie Feldherr, unter dessen Herrschaft auch die Literatur und die bildende Kunst einen Höhepunkt erlebten und von deren einstiger Größe heute noch zahlreiche Burgen und stattliche Ruinen zeugen. Aber diese hohe Zeit des Rittertums hatte auch ihre dunklen Seiten.
– Wie seine Vorgänger mußte sich Barbarossa mit den Machtansprüchen der Fürsten auseinandersetzen. Der Welfe Heinrich der Löwe, gleichzeitig Herzog von Bayern und Sachsen, war stark genug, um eigenmächtige selbständige Politik treiben zu können.
– Barbarossa seinerseits suchte zuerst die Position des Kaisertums im Süden zu stärken und unternahm sechs Italienzüge.
– Auch er geriet dabei in einen schweren Konflikt mit dem Papst, auf dessen Seite sich die lombardischen Städte stellten.
– Aber klüger als sein Vorgänger Heinrich IV., suchte er den Ausgleich, der ihm freie Hand gewährte, im Reich gegen den Welfenherzog vorzugehen und dessen Macht zu brechen.
– Als es Barbarossa gelang, seinen Sohn und Nachfolger mit der Erbin des Normannenreiches in Unteritalien-Sizilien zu vermählen, stand er auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Ansehens.
– Das Reich war befriedet, dem Selbständigkeitsstreben der Fürsten eine deutliche Grenze gesetzt, und die staufische Herrschaft reichte von der Nordsee bis nach Sizilien, von der Provence bis nach Pommern. Mit Recht konnte sich Barbarossa als das Haupt des Abendlandes sehen.
– Doch schneller als vermutet, brach diese Vormachtstellung des Staufischen Kaisertums wieder zusammen. Friedrichs Sohn Heinrich der VI. regierte nur acht Jahre, dann raffte ihn ein tückisches Fieber hinweg. Nie mehr sollte in den folgenden Jahrhunderten das Reich eine ähnliche Machtfülle nach außen, nie mehr die gleiche Geschlossenheit im Innern erlangen.
– Fortan blieb es nur ein Glied in der Kette der neu entstehenden europäischen Nationalstaaten. Im Innern wurde die kaiserliche Zenralgewalt abgelöst von erneuten partikularistischen Bestrebungen der Fürsten.
– Friedrich II., der Enkel Barbarossas, sah Deutschland nicht mehr als den Kern seines Imperiums, sondern nur als ein Nebenland, das er vorwiegend von Sizilien aus regierte und in dem er wichtige königliche Rechte preisgab, um seine Kräfte für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Papsttum frei zu haben. Den deutschen Fürsten kam solche Entwicklung nur zugute, sie wurden die wahren Landesherren und damit die entscheidenden Träger der innerpolitischen Entwicklung. Damit änderte sich aber in den folgenden Jahrzehnten rasch die innere Struktur des Reiches.
1217 Kreuzzug Kaiser Ludwig II –
1228/9 Kreuzzug Friedrich II. ‚Adler‘-Wappen
Anfang 13. Jh. Nobilishof bei Upagent an den Prämonstratenser-Orden (Marien-Orden) geschenkt u. Marienkirche darauf errichtet. Spätestens 1230 St. Marien- Dom fertiggestellt, 1250 erste urkundl. Erwähnung. (kein Bischofsbau (?) )
1247 Kloster Aland – Prämonst. gegründet.
· Auch die Kirche von Victorbur wurde um diese Zeit errichtet (1250).
· der Dom von St. Marien in Marienhafe (1275 – Bischof v. Münster),
· die Lamberti-Kirche in Aurich mit Marktrecht (1270),
· die Kirchen zu Engerhafe und Osteel (Bischof v. Münster)

Durch die Bischofssühne von 1276 verlor der Bischof von Münster alle weltlichen Machtbefugnisse im Emsigerland, nur in Emden bestanden noch diese landesherrlichen Rechte.
· Bischof Otto II. zur Lippe 1247-1259
· Bischof Wilhelm I. von Holte 1259-1260
· Bischof Gerhard Graf von der Mark 1261-1272
· Bischof Eberhard von Diest 1275-1301 (1276 Bischofssühne)
· Bischof (entsetzt) Otto III. Graf von Rietberg 1301-1306
· Konrad I. Graf von Berg 1306-1310 (resig.)

– 1254 war mit Konrad IV. der letzte staufische König gestorben. (geköpft in Neapel)
– Nach zwei Jahrzehnten der Unruhe, die Schiller so treffend als „die kaiserlose, die schreckliche Zeit“ bezeichnete, folgten von 1273 bis 1347 fünf Könige aus verschiedenen Geschlechtern. Gewählt wurden sie nun von den „Kurfürsten“, dem ursprünglich auf sieben Mitglieder beschränktem Kollegium der mächtigsten geistlichen und weltlichen Reichsfürsten.
– Sie waren aber nicht nur „die ersten in des kysere kore“, sondern auch die ersten, die sich bei jeder neuen Wahl schamlos bereicherten.
– Um sich ihrerseits gegenüber den Fürsten behaupten zu können, versuchten die Könige ihre eigene Hausmacht auszubauen, d.h., sie suchten für ihre Familien ein entsprechend großes Territorium zu erwerben.
– Der Habsburger Rudolf I. begann dieses Spiel und begründete seine Hausmacht, indem er die österreichischen Besitzungen der ausgestorbenen Babenberger erwarb. Eine andere große Hausmacht im östlichen Teil des Reiches begründeten die Luxemburger, die Böhmen und Mähren für sich gewannen.

  • In den letzten zwei Jahrhunderten des Mittelalters wandelte sich das innere Bild des Reiches. Die aus den alten Stammesherrschaften hervorgegangenen Herzogtümer waren längst zerfallen. An ihre Stelle traten eine Vielzahl von Landesherrschaften. Deutlich verschob sich dabei das politische Schwergewicht des Reiches von Rhein und Main nach Osten, wo seit dem hohen Mittelalter im Zuge einer stetigen Kolonisations- und Siedlerbewegung Neuland gewonnen worden war. Drei der sieben Kurfürsten, nämlich der Herzog von Sachsen (Obersachsen), der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen, stammten aus solchen Neusiedelgebieten.
  • Das Rittertum, einst die Stütze staufischer Kaisermacht, verlor immer mehr an Bedeutung, dafür gewannen die Städte und ihre Bürger an Ansehen. Zwar lebte immer noch der weitaus größte Teil der Bevölkerung auf dem Lande, aber die Zahl der Städte wuchs rasch, und gegen Ende des Mittelalters waren es im Reich schon an die zweitausend, die meisten von ihnen hatten allerdings kaum mehr als tausend Einwohner. Trotzdem wurden sie zu kulturellen und wirtschaftlichen Zentren und bildeten die neu aufkommenden Städtebünde, politische Machtfaktoren, mit denen die Fürsten ernstlich rechnen mußten. So beeinflußte der große Städtebund der Hanse Politik und Wirtschaft im Norden weit über die Grenzen des Reiches hinaus und griff sogar in die inneren Angelegenheiten der skandinavischen Länder ein. Erstaunlicherweise fehlten äußere Bedrohungen des Reiches über Jahrhunderte hinweg.
  • Otto I. hatte 955 die Ungarngefahr gebannt.
    v 1241 standen dann, wie aus dem Nichts auftauchend, die Mongolen im Osten an den Grenzen. Vergebens traten ihnen deutsche und polnische Ritter in gemeinsamen Kampf entgegen. Nur der Tod des Großkhans in der fernen Mongolei verhinderte die Überflutung Deutschlands und dann ganz Westeuropas durch die mongolischen Reiterscharen.
  • Nach 1426 unternahmen die böhmischen Hussiten zehn Jahre lang regelmäßig blutige Raubzüge in die mittel- und ostdeutschen Gebiete. Trotzdem war das Mittelalter keine Zeit der Ruhe und des Friedens.
  • Fast regelmäßig kämpften die deutschen Kaiser mit ihren Heeren in Ober- und Mittelitalien; deutsche Ritter nahmen an den Kreuzzügen teil oder kämpften, als es in Palästina nichts mehr zu kämpfen gab, mit den Rittern des deutschen Ordens gegen deren heidnische und christlich-slavische Gegner, und gegen Ende des 14. Jahrhunderts zogen kaiserliche Heere durch Ungarn gegen die Türken, die neuen Feinde der Christenheit.
  • Im Reich kam es immer und immer wieder zu Bürgerkriegen, wie man sie nicht anders bezeichnen kann; denn die Fürsten befehdeten oft genug den König, bekämpften sich untereinander oder kämpften im späten Mittelalter gegen die Städtebünde.
  • Und wenn die Großen schon einmal Ruhe gaben, sorgten die Kleinen für Unruhe. Jeder glaubte, von seiner Burg aus irgendwelchen Nachbarn und vor allem den „Pfeffersäcken“ in den Städten den Kampf ansagen zu können. Symbole allgemeiner Verrottung waren die Fehdebücher der Städte, die sorgfältig geführt werden mußten, um überhaupt noch zu wissen, welche Herren den Bürgern den Kampf angesagt hatten.
    – Das ausgehende 15. und beginnende 16. Jahrhundert in Deutschland hat ein Historiker einmal als die „Zeit der großen Wende“ bezeichnet. Tatsächlich erfaßte ein rascher Wandel alle Bereiche des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Lebens. Im Innern des Reiches zerfiel die alte ständische Ordnung. Das im Niedergang begriffene Rittertum verlor durch das Aufkommen der Landsknechte als Fußtruppen endgültig seine militärische Bedeutung. Umgekehrt wuchs das Ansehen der Bürger in den Städten.
    Handelsgesellschaften und einzelne Familien wie etwa die Fugger und Welser in Augsburg leiteten eine Epoche des Frühkapitalismus in Deutschland ein. Sehr rasch fanden sie Anschluß an den internationalen Markt, der seinerseits wieder durch die großen Entdeckungen zu Beginn des 16. Jahrhunderts einen ungeheuren Aufschwung erlebte.
  • Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Gutenberg förderte seit der Mitte des 15. Jahrhunderts den geistigen Gedankenaustausch und damit die von Italien her sich ausbreitende Geistesströmung des Humanismus.
    – So ist es nur verständlich, wenn der streitbare Humanist und Dichter Ulrich von Hutten in den Ruf ausbrach: „O Jahrhundert, o Wissenschaft, es ist eine Lust zu leben!“
    – Auch der Thesenanschlag Luthers 1517, die Geburtsstunde der Reformation, darf mit unter dem Gesichtspunkt dieser Lust am Disputieren, an der geistigen und geistvollen Auseinandersetzung mit den anstehenden Problemen gesehen werden, wenn er auch rasch über das ursprüngliche Ziel hinauswuchs und zum Funken wurde, der einen gewaltigen Brand entzündete, dessen Wirkung niemand vorausahnen konnte.
    – Aber die „Lust am Leben“ war nicht für alle gleichermaßen gegeben. Politische Rechtlosigkeit, in einigen Teilen Deutschlands verbunden mit bedrückenden wirtschaftlichen Lasten, führte zu jenen Unruhen bei den Bauern, aus denen sich der Bauernkrieg entwickelte, den wir besser als eine erste politische und soziale Revolutionsbewegung sehen sollten. Aber die Bauern waren zu schwach, um sich gegen Fürsten und Städte durchsetzen zu können.
    Es sollten noch einmal rund dreihundert Jahre vergehen, bis einige der neuen freiheitlichen Gedanken wieder aufgenommen und verwirklicht werden konnten.