Radbod

© Musik: Gunda v. Dehn

König Heinrich4Friesenkönig Radbod (= Redbad / Rotbart) war ein Däne. (Er wurde erst später fälschlicherweise zum Friesen „gemacht“.) Radbod war gleichzeitig der oberste Priester. Das wichtigste Heiligtum befand sich auf Helgoland (= Heiliges Land). Dieser Friesenkönig Radbod hat sich nie zum Christentum bekannt. Es gibt dazu eine kleine Legende, die ich hier kurz erzählen möchte:

König Radbod und die Seinen sollten getauft werden. Dies geschah üblicherweise in einem See. Schon hatte König Radbod seinen Fuß in das Wasser getaucht, da wies der Bischof darauf hin, dass sie alle nach vollzogener Taufe das Himmelreich betreten dürften, wenn sie gestorben seien. Da fragte Radbod, ob er seine gefallenen Freunde dort vorfinden werde. Der Bischof sagte: “Nein, deine Freunde sind ja vor ihrem Tode nicht getauft worden. Deswegen müssen sie alle in der Hölle schmoren.“ Daraufhin zog Radbod seinen Fuß zurück und erklärte: „Lieber schmore ich mit meinen tapferen Vorvätern in der Hölle als mit deinen glatzköpfigen Priestern im Himmel zu sein.“
Somit blieb Radbod und mit ihm sein Volk beim Heidentum.

König Radbod soll 719 auf Helgoland gestorben sein.
– Der Sage nach schläft er in einem Berg – wie Barbarossa – und wird eines Tages wiederkehren. Das ist der Radbods- oder Rabbelsberg bei Dunum oder der Rapelsberg nördlich der Wapel bei Neuenwege.

Wie wir wissen, begruben die Wikinger ihre Fürsten in Grabhügeln zus. mit ihrem Schiff.

Nach Radbod sind viele Wege benannt worden, wie z. B. der Konrebbersweg (Kon = König Rebbers = Radbod) in der Krummhörn.

Gunda von Dehn


letzte Änderung 25. Juni 2016