Deichbau

Deichbruch Kopie

Deichbruch 1962 Mariensiel – Gunda von Dehn

Um 1000 vermerken wir den Bau der ersten Deiche. Vorher baute man auf der Wik.

Zwischen 1000 and 1100 waren schon große Teile von Friesland durch Deiche geschützt, die auch schon Siele besaßen, um das Binnenwasser abführen zu können.

Die ersten Deiche waren ca. 1,50 m hoch. Diese Deiche besaßen eine steile Holzsicherung (ähnlich einem starken Zaun aus eng aneinander gefügten Stämmen) zur Wasserseite hin. Hinter dieser Holzsicherung war Erde angefüllt und mit Grasplaggen oder auch Stroh (Strohbänder wurden in Längs- und Querlagen mit der ‚Sticknadel‘ ins Erdreich gespickt) abgedeckt. Hinter dem Deich verlief normalerweise eine breite Straße, die es gestattete, dass zwei Gespanne aneinander vorbeifahren konnten. Die Deichkrone war breit genug, so dass darauf kleine Häuser gebaut werden konnten. In Wilhelmshaven kann man das noch heute sehen. Dort stehen die Häuser (mittlerweile allerdings große Bauten) auf der ehemaligen Deichkrone, dem ‚Deichstrich‘ (Strich = Strasse; daher der Ausdruck ‚auf dem Strich gehen‘) .

In dieser Zeit sprach man von einem ‚Goldenen Ring‘, der Friesland umschloss. Man konnte es als Weltwunder bezeichnen, was dort an Erde in relativ kurzer Zeit bewegt worden ist.

Die großen Deichbauten wurden zuerst organisiert von den so genannten ‘skeltas’ (Schulzen). Im 13. Jh. wurden die Deiche unter Aufsicht von Deichrichtern ‘grietmannen’ und ‘asegas’ gestellt. Ferner gab es besondere Vorschriften und Gesetze für die Instandhaltung der Deiche.

Deichbrüche zogen tragische Konsequenzen nach sich.

Deichbau

Gunda von Dehn